Der VAG-Blog aus Nürnberg

Meine Liebe zu Modellbahnen

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Inhalt dieses Artikels

Immer wieder laden die Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. Liebhaber von Modell-Straßenbahnen als Aussteller oder auch Besucher ins Historische Straßenbahndepot St. Peter ein. Meistens ist dann auch Stefan Gottschalk am Start. Und er kennt sich nicht nur mit den kleinen Bahnen aus, er repariert auch die großen in der Straßenbahn-Werkstatt der VAG. Wir haben ihn zu seinem Hobby befragt.  

Stefan, wie bist du zu deinem Hobby „Modell-Straßenbahn“ gekommen?

Ich hatte bereits als Kind eine Modelleisenbahn – eine große Eisenbahnanlage im Keller, wo ich mein Hobby voll ausleben konnte. Durch Zufall entdeckte ich eines Tages, dass es in diesem H0 Format auch Modellstraßenbahnen gibt und somit begann ich, diese zunächst zu sammeln und dann in meine Anlage zu integrieren. Das Interesse an den Straßenbahnen wuchs und es kamen weitere Modelle aus unterschiedlichen Städten dazu. Da geriet sogar die Eisenbahn ins Hintertreffen. Interessant sind für mich detaillierte Modelle aus verschiedenen Städten und besonders aus Nürnberg, da ich sehr mit der Straßenbahn, explizit den Oldtimerstraßenbahnen, in meiner Heimatstadt verbunden bin.
 

Wie sieht deine Anlage heute aus?

Ich habe noch eine Eisenbahnanlage, aber seit ca. acht Jahren baue ich als Straßenbahnanlage vorwiegend Module, die man variabel zusammenstellen und aufbauen kann. Diese sind teilweise in die ursprüngliche Eisenbahnanlage integriert. Auf ihnen fahren ausschließlich Straßenbahnen und sie zeigen das urbane Stadtbild. Mittlerweile bin ich mit weiteren Modellbahnern im Austausch, die ebenfalls eigene Module bauen, mit denen meine „Bretter“ erweitert werden können. Aktuell besteht die Gesamtanlage aus 29 Modulen. Die Gestaltung, die elektrischen Anschlüsse und die Umbauten an den Modellen mache ich selbst, damit auch alles leuchtet und blinkt 😉.
 
 
 

Kennst du dich in der deutschen „Modellbahn-Szene“ aus?

Von diversen Treffen, Ausstellungen und Messen kennt man sich. Hier sind es überwiegend Modellbahnbegeisterte aus Dresden, München, Berlin, Bremen und Hannover, die regelmäßig zu den Treffen kommen. Auch wenn wir ins Historische Straßenbahndepot St. Peter einladen, dürfen wir uns über Gäste aus ganz Deutschland freuen. Ich stelle dann in der Regel einen kleinen Teil meiner Bahn aus, schaue mich aber auch bei den anderen um. Dieser Austausch unter Gleichgesinnten macht viel Spaß.
 

Und wenn du nicht an den Modulen deiner Modellbahn bastelst, was machst du im Hauptberuf?

Ich bin in der Straßenbahn-Werkstatt der VAG als Elektriker tätig und führe Reparaturen, Fehlersuchen und Fristenarbeiten an den Straßenbahnen durch. Ich bin seit 1996 bei der VAG. Zuvor habe ich bei der EWAG, dem Vorgängerunternehmen der heutigen N-ERGIE, Energieelektroniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik gelernt. Ich kenne Straßenbahnen also sehr genau und versuche daher, meine Modellbahnen so realitätsgetreu wie möglich zu gestalten.
 
Stefan, herzlichen Dank für die Einblicke in dein Hobby und deinen Beruf!

 

Übrigens: Wer Stefan und seine Anlage persönlich kennenlernen möchte, hat in regelmäßigen Abständen im Historischen Straßenbahndepot St. Peter Gelegenheit dazu – so beispielsweise am 7. und 8. Februar 2026. Und im Verein der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. gibt es eine eigene Modellbau-Gruppe, die sich jederzeit über neue Mitstreiter freut. Hier gibt es alle Infos.

Modellbahn-Gschichtla mit Kübi & Kurt

In der Familie Gottschalk kennt sich aber nicht nur Stefan mit Modellbahnen aus, auch sein Vater Kurt hat sich schon einmal in einem Gschichtla zusammen mit Kübi über die Modellbahnen im Historischen Straßenbahndepot St. Peter ausgelassen. Aber seht am besten selbst:

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Mehr Informationen

 

Interview: Susanne Jerosch
Fotos: privat, Axel Sarnoch (Film)

 

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