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Unser zentrales Haltestellenregister (ZHR) ist seit Juni 2025 im Einsatz. Vier Jahre Arbeit mündeten damit in ein System, das nicht nur für interne Abläufe äußerst hilfreich ist, sondern auch Fahrgästen nützt.
Beim ZHR handelt es sich um eine Datenbank, die erstmals alle relevanten Informationen zu VAG-Haltestellen an einem zentralen Ort bündelt. Rund 30 Mitarbeitende aus sechs Fachbereichen waren an der Entwicklung des speziell auf die Anforderungen des Verkehrsunternehmens zugeschnittenen Systems beteiligt.
Was Fahrgäste davon haben
Das Zentrale Haltestellenregister sorgt dafür, dass Informationen schneller verfügbar sind und dass Maßnahmen schneller umgesetzt werden können. Ein Beispiel: Bei einem Notfall ermöglicht das ZHR den Disponent*innen unserer Serviceleitstelle den schnellen Zugriff auf haltestellenrelevante Daten wie z.B. die Postanschrift. So finden Rettungskräfte und Polizei schneller den richtigen Ort.
Direkt profitieren Fahrgäste davon, dass unsere Live Map an die Datenbank angeschlossen ist und sich regelmäßig aktuelle Daten zu den Haltestellen zieht. Die Live Map bietet wichtige Informationen auf einen Blick. Hier können Fahrgäste z. B. sehen, wie die Haltestelle ausgerüstet ist. Neben den Umsteigemöglichkeiten gibt es auch Information zu Fahrkartenautomaten, Sitzgelegenheiten, oder ob eine VAG_Rad-Station vor Ort ist. Auch ob ein Taxistand vorhanden ist oder die Haltestelle barrierearm ausgebaut ist, kann man erkennen.
Praxisbeispiel: Fahrplanwechsel
Bei einem Fahrplanwechsel ändern sich Linien und Endziele. Oft müssen Haltestellenfahnen angepasst werden. Früher war das mühsam. Heute liefert das ZHR per Report eine klare Übersicht: Welche Haltestellen sind betroffen? Welche Steckschilder müssen getauscht werden? Das bedeutet im Alltag eine enorme Erleichterung, die sich bereits beim letzten Fahrplanwechsel bewährt hat.
ZHR minimiert endlose Listen
Dank des ZHR können endlos wirkende Excel-Listen und lose Foto-Ordner an einem Ort systematisch gebündelt und sortiert werden. Ale Haltestellen der VAG-Linien sind erfasst. Fotos dokumentieren den Zustand vor Ort. Mehrere Module liefern Karten, Auswertungen und Detailansichten. Ein Klick genügt. Die Information ist da. Das spart Zeit und verhindert Fehler.
Stimmen aus der Anwendung
Jürgen Hußnätter aus dem Technischen Büro im Bereich Fahrweg sagt: „Ein Blick ins ZHR reicht, um z. B. zu klären, ob eine Haltestelle einen Unterstand hat oder wer für den Unterhalt der Wartehalle zuständig ist. Das System erleichtert die Datenpflege und ersetzt Excel-Tabellen sowie verstreute Foto-Ordner.“
Auch Stefan Schwab, zuständig für Instandhaltung Fördertechnik, betont den Fortschritt: „Vor dem ZHR wurden Daten in vielen Excel-Listen von verschiedenen Mitarbeitenden gepflegt, was zu mehrfachen Daten und unübersichtlichem, zeitaufwändigem Handling führte.“
Niklas Schwarzmann, der Baumaßnahmen und Sonderverkehre steuert, fasst es so zusammen: „Die parallele Datenhaltung gehört der Vergangenheit an. Kosten, Umweltbelastung und Suche nach Infos werden reduziert. Alle wichtigen Daten sind zentral gebündelt und für alle Mitarbeitenden zugänglich – die VAG ist damit ‚am Puls der Zeit‘ angekommen.“
Noch nicht am Ziel
Das ZHR ist nun im Regelbetrieb. Aber die Entwicklung geht weiter. Kleinere technische Probleme werden behoben. Weitere Daten kommen hinzu. Vor allem bei U-Bahnhöfen sollen weitere Details ergänzt werden.
Denn jede zusätzliche Information hat einen Zweck: Sie verbessert Abläufe. Und am Ende auch den Komfort für Fahrgäste.
Text: Francesca Seibold
Grafik: Bruno Schwarz
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