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Fräsmaschine: Gleise wieder in Topform

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Geschätzte Lesezeit ca. 2 Minuten

Inhalt dieses Artikels

Vier Wochen lang war in unserem U-Bahn-Netz eine Fräsmaschine unterwegs. Sie bearbeitete die Gleise, damit sie wieder einen einheitlichen, geraden Schliff bekommen. Die Arbeiten sind nicht neu, sie finden jährlich statt, gehören mit zu den größten und wichtigsten Unterhaltsmaßnahmen in unserem Netz.

Neue Technik überzeugt

Neu für uns ist dieses Mal jedoch die Technik: Denn erstmals setzen wir eine Fräsmaschine ein. Anders als ihr Vorgänger, der Spenozug, fräst sie die Gleise und schleift sie nicht.

Vom Schleifen zum Fräsen

Bei permanenter Belastung nutzen sich Schienen ab. Daher müssen sie regelmäßig wieder in eine optimale Form gebracht werden. Hierzu buchen wir jedes Jahr für mehrere Wochen ein Spezialfahrzeug. Bislang übernahm diese Arbeit ein Schleifzug. Dieses Mal hatten wir eine Fräsmaschine der österreichischen Firma voestalpine Rail Technology GmbH im Einsatz, die die Gleise nicht schliff, sondern fräste, um Unebenheiten zu beseitigen und so die Lebensdauer der Gleise nachhaltig zu erhöhen.

Vom Schleifen zum Fräsen klingt für Laien nach keiner großen Veränderung, doch für uns, die VAG, bringt der Einsatz der neuen Technologie einige Vorteile.

Was die Fräsmaschine anders macht

Bei allen Arbeiten, die wir im Netz machen, haben wir auch immer die Entwicklung der Technik, beispielsweise bei Arbeitsfahrzeugen, fest im Blick. Die Fräsmaschine hatten wir bereits im vergangenen Jahr einige Tage probeweise im Einsatz und das Fräsverfahren hat unsere Kollegen vom Gleisbau überzeugt. „Wir versuchen, auch den Blick über den Tellerrand zu machen: Welche Produkte kommen für uns in Frage? Was kann uns helfen, noch nachhaltiger und besser im Unterhalt zu werden? Dir Fräsmaschine hatte ich schon lange im Blick, der Test hat uns überzeugt“, sagt Norbert Eckert, Leiter der Abteilung Gleisbau.

Damit hat die Fräsmaschine überzeugt

  • Die Fräsmaschine ist mit 32 Tonnen deutlich leichter als der Schleifzug, der 219 Tonnen wiegt. Somit können problemlos alle Ebenen im U-Bahn-Netz befahren werden.
  • Auch die Begleitlogistik ist einfacher: Beim Schleifen entstanden Funken. Wir mussten deshalb immer mehrere, eigene Arbeitsfahrzeuge mit Wassertanks hinterherfahren lassen, um beispielsweise auf kleine Schwelbrände reagieren zu können. Beim Fräsen ist die Logistik leichter, hier langt ein Arbeitszug mit einem Wassertank, weil beim fräsen wenige bis keine Funken entstehen.
  • Für die Bearbeitung der Schienen überfährt die Fräsmaschine den betroffenen Bereich mit rund acht Metern pro Minute. Je nach Zustand des Gleises fräst die Maschine zwischen 0,3 und einem Millimeter Stahl von den Schienen ab. Große Neuheit: Die Fräsmaschine muss das betroffene Gleisstück nur einmal überfahren, nicht mehr mehrmals, wie es beim Schleifen der Fall war.
  • Beim Fräsen entsteht so gut wie kein Staub und die Maschine ist wesentlich leiser. Das ist für unsere Mitarbeiter eine tolle Verbesserung und Erleichterung.

Fazit des ersten Einsatzes

Nach rund vier Wochen ist Norbert Eckert rundum zufrieden mit den Arbeiten: „Wir haben alle anstehenden Arbeiten erledigen können. Es lief reibungslos und wir sind überzeugt vom Fräsen der Gleise. Es war eine richtige Entscheidung, zur richtigen Zeit.“

Text: Yvonne Rehbach 
Foto: Barbara Lohss 

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