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Viele wissen gar nicht, wie weit man mit dem Deutschlandticket tatsächlich kommt. Statt nur innerhalb Deutschlands zu reisen, kannst du mit etwas Planung auch spannende Ziele in ganz Europa erreichen – oft sogar in wenigen Stunden und für nur 63 € im Monat.
Gerade bei steigenden Spritpreisen wird das Deutschlandticket zur günstigen Alternative für spontane Trips, Wochenend-Ausflüge und Kurzurlaube.
Wie weit komme ich mit dem Deutschlandticket?
Der Name ist Programm: mit dem Deutschlandticket kann man ganz Deutschland bereisen. Aber nicht nur das: Es gibt auch Verbindungen in jedes einzelne unserer neun Nachbarländer.
Für nur 63 Euro pro Monat gilt das Deutschlandticket in allen Verkehrsmitteln des Nahverkehrs. Wer ein Deutschlandticket Job besitzt, zahlt sogar noch weniger. Und das Beste: anders als der Name suggeriert, gilt es nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch auf manchen grenznahen Strecken im Ausland. So können Reiselustige in jedes unserer neun Nachbarländer zumindest einen Abstecher machen.
Auch für Kurzentschlossene
Kurzentschlossene können das Deutschlandticket jederzeit in der NürnbergMOBIL-App kaufen und sofort nutzen. Da es ein Abonnement ist, verlängert es sich jeweils um einen Monat, wenn es nicht gekündigt wird. Städtetrips sind mit dem Deutschlandticket genauso möglich wie Ausflüge in Urlaubsregionen. Dank der zentralen Lange in Europa können Reisende sogar in neun Nachbarländer fahren. Vom Meer bis zu den Bergen ist alles dabei.
Die besten Reiseziele mit dem Deutschlandticket
Von Süddeutschland aus bietet sich ein Ausflug nach Österreich an. Von München aus sind Salzburg (RE5) oder Kufstein (RB 54) in weniger als zwei Stunden zu erreichen.
Seit 23. Mai 2026 bringt auch der Münchner BergBus wieder Ausflügler und Wanderbegeisterte zu beliebten Ausflugs- und Wanderzielen, die ansonsten mit Bus und Bahn nur schwer erreichbar sind – im Alpenvorland, weiter durch die bayerischen Alpen bis nach Tirol. Unterwegs ist der Münchner BergBus an allen Wochenenden und Feiertagen bis 25. Oktober 2026: Die Linie „396 BergBus“ fährt in Richtung Bayrischzell, Leitzachtal / Ursprungpass (Landkreis Miesbach) und weiter nach Thiersee in Tirol
Die Linie „996 BergBus“ verkehrt nach Pfronten im Ostallgäu und weiter zur Wieskirche im Landkreis Weilheim-Schongau.
Basel oder Schaffhausen
Für einen Ausflug in die Schweiz bietet sich der RE7 von Weil am Rhein nach Basel oder der RE3 von Erzingen nach Schaffhausen an.
Frankreich
Da manche Verkehrsverbünde mit ihren regulären Fahrkarten grenznahe Bahnhöfe inkludieren, gilt hier auch das Deutschlandticket. Es ist somit möglich, mit Zugverbindungen aus dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) oder dem Verkehrsverbund Rhein-Necker (VRN) bis nach Lauterbourg oder Wissembourg zu fahren. Auch die Linie S1 der Saarbahn zwischen Saarbrücken nach Saargemünd sowie die zahlreichen grenzüberschreitenden Busverbindungen der saarVV können genutzt werden.
Zur oberleitungslosen Tram nach Luxemburg
Nach Luxemburg fährt der RE11 von Trier oder Saarburg aus. Seit Januar 2025 können auch die 14 luxemburgischen RGTR-Buslinien, die zwischen Deutschland und Luxemburg verkehren, genutzt werden. In Luxemburg selbst ist der Nahverkehr kostenlos, so dass sich eine Fahrt mit der futuristischen Straßenbahn anbietet. Diese fährt dank Superkondensatoren sogar ohne Oberleitung auf einem bestimmten Streckenabschnitt in der Innenstadt.
Belgien, Niederlande und Dänemark
Wer einen Abstecher nach Belgien plant, kann von Aachen aus mit den Buslinien 24, 25, 33 und 350 nach Kelmis bzw. Vaals fahren. In die Niederlande gibt es ebenfalls zahlreiche Verbindungen, z. B. von Dortmund (RB51) oder Münster (RB64) nach Enschede. Der „Maas-Wupper-Express“ RE13) fährt von Hamm in Westfalen nach Venlo. Von Düsseldorf bringt der RE19 Fahrgäste ins niederländische Arnhem. Und die RB61 ist die Direktverbindung zwischen Osnabrück und Hengelo. Selbst bis nach Dänemark kann man mit dem Deutschlandticket fahren. Die negRB66 ist in weniger als 20 Minuten von Niebüll in Tondern.
Polen und Tschechien
Wer ins östliche Nachbarland Polen reisen möchte, kann dafür in Züssow in die RB23 steigen und ist in eineinhalb Stunden in Swinemünde. Genauso lange braucht der RE1 von Dresden nach Zgorzelec. Deutlich schneller (in 25 Minuten) ist die RB65 von Zittau aus in Hagenwerder. Nach Tschechien gibt es Verbindungen des sächsischen Verkehrsunternehmens trilex. Mit dem Deutschlandticket nutzbar sind die Linien Zittau – Grottau (Hradek nad Nisou), Bärenstein – Weipert (Vejprty) und Seifhennersdorf – Warnsdorf (Varnsdorf) – Zittau.
Verbindungen vor Fahrtantritt prüfen
Wichtig: Alle Verbindungen vor Fahrtantritt prüfen. Denn im Sommer gibt es auch die eine oder andere Baustelle. Wer bei der Verbindungssuche darauf achtet, dass nur Deutschlandticket-Verbindungen angezeigt werden. In der App NürnbergMOBIL ist diese Einstellung Standard.
So nutzt du das Deutschlandticket optimal
✅ Starte früh morgens
✅ Nutze Regionalexpress (RE) statt RB
✅ Plane mit Apps wie, bei beispielweise unserer NürnbergMOBIL-App
✅ Kombiniere Strecken (Deutschland + Grenzregion), dadurch erreichst du deutlich mehr Ziele an einem Tag.
Häufige Fragen (FAQ)
- Wie weit kann ich mit dem Deutschlandticket ins Ausland fahren? Bis zu vielen Grenzbahnhöfen und teilweise darüber hinaus – abhängig vom Verkehrsverbund.
- Kann ich mit dem Deutschlandticket nach Österreich fahren? Ja, zum Beispiel nach Salzburg oder Kufstein.
- Gilt das Deutschlandticket auch in der Schweiz? Teilweise – z. B. nach Basel oder Schaffhausen.
- Kann ich damit einen Urlaub machen? Ja – besonders für Wochenendtrips und Kurzreisen ist es ideal.
Hier geht es zu einem Update zu diesem Thema.
Dieser Blogbeitrag gibt noch viele weitere Reisetipps für das Deutschlandticket.
Text: Barbara Lohss
Grafik: Axel Sarnoch

Unsere Busse und Bahnen umrunden täglich fast zwei Mal die Welt und bringen rund 600.000 Fahrgäste jeden Tag sicher, zuverlässig, schnell und bequem an ihre Ziele. Um reibungslose Abläufe kümmern sich rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, etwa 2.300 Mitarbeiter*innen.



Vielen Dank für den Hinweis, Herr Bartel! Wir haben das korrigiert.
Herzlichen Dank für die nützliche Übersicht.
Leider hat sich bei den polnischen Namen ein Fehler eingeschlichen:
der Ostteil von Görlitz heisst seit 1945 Zgorzelec – nicht Zgorcelec.
MfG
Thorsten Bartel