Der VAG-Blog aus Nürnberg

30 Jahre Servicedienste: eine Abteilung für alle Fälle

|

Geschätzte Lesezeit ca. 3 Minuten

Inhalt dieses Artikels

Mehr als 30 Jahre Servicedienste: Was im November 1994 als Team von rund 60 Mitarbeitenden begann, hat sich über die Jahre zu einem zentralen Bestandteil der VAG entwickelt. Oberstes Ziel war es damals, die Effizienz der VAG zu steigern und gleichzeitig den Kundenservice zu verbessern. Ein Erfolgsprojekt!

Servicedienste für mehr Effizienz

Vor der Gründung der Servicedienste warteten in jedem unserer drei Betriebshöfe Fahrer*innen als Betriebsreserve auf einen möglichen Einsatz, beispielsweise weil sich Kolleg*innen kurzfristig krankmeldeten. Mit den Servicediensten wurde eine Einheit geschaffen, die für einen gesicherten Betriebsablauf sorgt, die Mitarbeitenden aber auch dann sinnvoll einsetzt, wenn sie nicht im Fahrdienst benötigt werden. Heute sind 136 Kolleg*innen bei den Servicediensten beschäftigt und sorgen dafür, dass die Räder an 365 Tagen im Jahr rollen.

Flexibilität und Vielfalt seit der ersten Stunde

Von Beginn an legten die Servicedienste Wert auf eine flexible und vielfältige Einsetzbarkeit der Mitarbeitenden. Die „Allrounder“ sind zur Stelle bei Störungen und Unfällen, prüfen Fahrausweise, stehen den Fahrgästen am Bahnsteig bei Fragen zur Verfügung, beraten, fahren insbesondere zu Spitzenzeiten Bus, U-Bahn oder Straßenbahn und vieles mehr. Diese Synergien waren und sind ein Erfolgsfaktor.

Sicherheit für die Kleinen – und das Nürnberger Christkind

Seit 1996 engagieren sich die Servicedienste in der Verkehrserziehung: Ob Kindergärten oder Schulendie Kolleg*innen bringen Kindern auch heute noch auf spielerische Weise bei, sich sicher im öffentlichen Personennahverkehr zu bewegen. Besonders beliebt ist dabei die Puppenbühne in Zusammenarbeit mit der Polizei. Seit Beginn waren die Kolleg*innen rund 1.100 Mal in verschiedenen Einrichtungen zu Gast.

Nur ein Jahr später, 1997, folgt das nächste Highlight: Die Christkind-Fahrer*innen sorgen seither dafür, dass das Nürnberger Christkind pünktlich und sicher zu seinen Terminen kommt, um Groß und Klein ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Allein im Dezember sind es weit über 100 Besuche.

Gut informiert und cool unterwegs

Da die Mitarbeitenden von den Servicediensten oft von Fahrgästen angesprochen werden, oft aber zu wenig Zeit für deren Fragen bleibt, kam 1997 die Idee für ein Info-Mobil auf. Seitdem tourt es durch Nürnberg und liefert Antworten zu Tickets, Verbindungen und sämtlichen Angeboten aus erster Hand.

Ein weiteres Herzensprojekt, bei dem die Servicedienste zum Einsatz kommen, ist seit 2002 das „Coolrider“-Programm. Die von VAG und Polizei speziell ausgebildeten Schüler*innen sind zur Stelle, wenn es in Bussen oder Bahnen auf dem Schulweg zu Konflikten kommt. Sie schlichten auf Augenhöhe und sorgen so für ein entspanntes Miteinander. Mittlerweile gibt es über 7.000 Coolrider.

Immer vorne mit dabei – auch technisch

Statt zu Block und Stift greifen die Mitarbeitenden der Servicedienste seit 2004 zu neuen mobilen Datenerfassungsgeräten für die Fahrausweisprüfung. Anfangs noch recht sperrig, wird das Gerät im Laufe der Zeit immer moderner und handlicher. Fahrgastinformationen lassen sich einfach erfassen und überprüfen. Die Tage von Fahrgästen ohne gültigen Fahrschein, die sich mit falscher Adresse aus der misslichen Lage winden wollen, sind seitdem vorbei. Und auch, wenn neue Fahrzeuge wie Brennstoffzellenbusse oder eBusse eingeführt werden, sind die Servicedienste immer mit dabei, um vorab alles gründlich zu testen.

Die Servicedienste – gemeinsam stark

Ob WM-Einsatz im Jahr 2006, der Evangelische Kirchentag 2023 oder wiederkehrende Großveranstaltungen wie das Klassik Open Air oder Club-Spiele: Das Team der Servicedienste beweist immer wieder Einsatzbereitschaft, Flexibilität und ein hohes Maß an Engagement, um den Betrieb reibungslos am Laufen zu halten und auch bei Großveranstaltungen einen guten Service zu bieten.

Unsere Servicedienste in Film & Podcast

Heute sind die Mitarbeitenden der Servicedienste in vier großen Bereichen aktiv: Fahrausweisprüfung, Betriebsaufsicht an der Oberfläche und im Bereich der U-Bahn, Spitzenabdeckung im Fahrdienst und Marketingaktivitäten. Daneben übernimmt das Team vielseitige Aufgaben wie die Verkehrsmeisterausbildung, Evakuierungen, Event-Info-Dienste oder Schienenersatzverkehr. Auch nach 30 Jahren beweisen die Servicedienste täglich, wie wichtig ihre Arbeit für den Nahverkehr und unsere Fahrgäste ist – stets mit dem Motto: „Am Ende haut immer alles hin!“

Neugierig geworden? Lernen Sie unsere Servicedienste jetzt in einem Film kennen! 

Außerdem haben wir den Servicediensten in unserem Podcast Busfunk mit Stefan Meixner anlässlich ihres Jubiläums eine Folge gewidmet. Am besten jetzt reinhören!

 

Text: Doris Walter / Susanne Jerosch
Fotos: Archiv – Collage: Doris Walter

Kommentare

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Es gilt die Datenschutzerklärung der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Stadtteilserie: Ziegelstein

Stadtteilserie: Ziegelstein

Ziegelstein verbindet Geschichte mit moderner Mobilität – und das nur wenige Minuten von der Nürnberger Innenstadt entfernt. Geprägt von der Nähe zum Flughafen und einer hervorragenden Verkehrsanbindung, hat sich der Stadtteil zu einem attraktiven Wohnort mit eigenem...

Zentrales Haltestellenregister für eine noch bequemere Fahrt

Zentrales Haltestellenregister für eine noch bequemere Fahrt

Unser zentrales Haltestellenregister (ZHR) ist seit Juni 2025 im Einsatz. Vier Jahre Arbeit mündeten damit in ein System, das nicht nur für interne Abläufe äußerst hilfreich ist, sondern auch Fahrgästen nützt. Beim ZHR handelt es sich um eine Datenbank, die erstmals...

Meine Liebe zu Modellbahnen

Meine Liebe zu Modellbahnen

Immer wieder laden die Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. Liebhaber von Modell-Straßenbahnen als Aussteller oder auch Besucher ins Historische Straßenbahndepot St. Peter ein. Meistens ist dann auch Stefan Gottschalk am Start. Und er kennt sich nicht nur mit...

Mobilität ohne Profitstreben: Worin sich Apps unterscheiden

Mobilität ohne Profitstreben: Worin sich Apps unterscheiden

Wer heute in Nürnberg unterwegs ist, hat fast immer ein Smartphone dabei. Es zeigt den Weg, verkauft Tickets und schlägt alternative Routen vor. Doch Apps sind nicht neutral. Welche Mobilitäts-App wir nutzen, beeinflusst unser Verhalten – und damit auch die...