Zwei Wege führen in den Fahrdienst

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Zum Start unserer Bahn vor 50 Jahren gab es in Nürnberg noch keine U-Bahn-Fahrer Sie wurden von der Straßenbahn angeworben und waren die ersten bei uns mit zwei Fahrberechtigungen. Heute bilden wir, die VAG, junge Menschen zur Fachkraft im Fahrbetrieb aus und qualifizieren Quereinsteiger*innen für den Fahrdienst.

Doch damit nicht genug: Wer Ehrgeiz hat, kann sich bei uns in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln. Schließlich rekrutieren wir nahezu unser gesamtes betriebliches Personal aus dem Fahrdienst. Zwei, die das aus eigener Erfahrung wissen, sind Harald Ruben und Stefan Bauer.

Harald Ruben hat 1987 als U-Bahn-Fahrer angefangen und nahezu alle betrieblichen Befugnisse sowie weitere berufliche Qualifikationen erworben, bis er 1998 zunächst die Fahrschule U-Bahn und 2003 schließlich die Leitung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung übernahm.

KUSS – Kunden- und Systembetreuer

Seitdem hat er einige vom technischen Fortschritt geprägte Veränderungen an den Berufen rund um den Fahrdienst mitgestaltet. Ein herausragendes Beispiel aus dem Bereich U-Bahn ist sicherlich die Automatisierung. „Da haben wir ein neues Berufsbild entwickelt, den KUSS Kunden-und Systembetreuer“, so Ruben. „Diese Kolleg*innen kennen sich mit den automatischen Zügen so gut aus, dass sie sofort eingreifen können, sollte ein Zug auf der Strecke liegen bleiben. So lange der Betrieb aber läuft, sind sie kompetente Ansprechpartner für unsere Kund*innen.“

Eigene Tablets für alle Fahrdienstmitarbeiter

Eine weitere Errungenschaft: Inzwischen bekommt bei uns jede*r Mitarbeitende im Fahrdienst ein eigenes Tablet. Damit können alle auch unterwegs bequem Dienste abrufen, sich Besonderheiten der zu fahrenden Linien anschauen oder ein elektronisches Mängelbuch führen. Wo früher noch umständlich auf Zetteln notiert wurde, welche Mängel ein Fahrzeug im Dienst aufwies, geht heute online eine Meldung an die Werkstatt, die ihre Prozesse über die Jahre ebenfalls digitalisiert hat. „Das ist eine enorme Erleichterung im Alltag“, zeigt sich Harald Ruben überzeugt, „und via Tablet können wir nun auch digitale Schulungseinheiten anbieten, was sich gerade in Zeiten der Pandemie als großer Vorteil herausgestellt hat.“

Ausbildung am Simulator

Ein großes zentrales Digitalisierungsprojekt der Ausbildungsabteilung ist die Beschaffung von Fahrsimulatoren. „Die Simulatoren entlasten unseren gesamten Betrieb“, so Ruben, „unsere Fahrzeuge – egal, ob U-Bahn, Bus oder Straßenbahn – werden in erster Linie für den täglichen Betrieb benötigt und auch das Netz ist streckenweise gut ausgelastet. So bleiben oft wenig freie Kapazitäten für die Schulungen des Personals. Doch diese sind unerlässlich! Da helfen uns die Simulatoren enorm.“

Fachkraft im Fahrbetrieb: vielfältige Ausbildung

Modern und zukunftsgerichtet aufgestellt sind wir, die VAG, auch mit der Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Für diese hat Stefan Bauer den Hut auf – selbst Azubi des ersten Jahrgangs von 2009, als wir mit diesem noch relativ neuen Ausbildungsberuf an den Start gingen. Dass er nach nur zehn Jahren, mit gerade mal 27 Jahren, selbst den Nachwuchs ausbilden würde, hätte sich Stefan Bauer damals nicht träumen lassen. „Aber ich bin stolz darauf, dass ich heute mit jungen Menschen Zukunft gestalten kann“, so Bauer.

In der dreijährigen Ausbildung bekommen die Azubis vertiefte Einblicke in die VAG, durchwandern unterschiedliche Abteilungen und erlangen eine Fahrberechtigung. Bei persönlicher und fachlicher Eignung werden sie im Anschluss in den Fahrdienst bei uns übernommen.

Lust, bei uns zu arbeiten?

Wer also Lust auf Nachhaltigkeit, berufliche Erfüllung und einen zukunftssicheren Arbeitgeber hat, sollte sich über die Möglichkeiten bei uns erkundigen: www.vag.de/karriere

Schon gewusst?

Rund 2.000 Menschen arbeiten bei uns, etwas mehr als die Hälfte davon im Fahrdienst. Alle anderen verteilen sich auf die Leitstelle, Werkstätten für Fahrzeuge und technische Infrastruktur, Planung, Kundenservice, Marketing und Verkauf. Sie sorgen dafür, dass Nürnberg mobil ist – und zwar umweltschonend. Und wir suchen Verstärkung, um die Verkehrswende in Nürnberg erfolgreich zu meistern – aktuell im Besonderen bei den Auszubildenden und Busfahrer*innen. Dabei ist Arbeiten für uns, die VAG, nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Mitarbeitenden: So bieten wir neben einem zukunftssicheren Arbeitsplatz eine faire Bezahlung nach dem Tarifvertrag Nahverkehr Bayern, 13 Monatsgehälter, 38,5 Stunden wöchentliche Arbeitszeit, 30 Urlaubstage, umfangreiche Sozialleistungen wie eine zusätzliche Altersvorsorge und Freifahrten. Wir sorgen dafür, dass Beruf und Familie möglichst gut vereinbar sind und unterstützen die Mitarbeitenden dabei, gesund zu bleiben. Für viele gilt: einmal VAGler, immer VAGler – und das teils seit Generationen.

Autorin: Susanne Jerosch
Foto: Claus Felix

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Wir über uns

Rote Aveniostraßenbahn fährt durch Nürnberg.Unsere Busse und Bahnen umrunden täglich fast zwei Mal die Welt und bringen rund 600.000 Fahrgäste jeden Tag sicher, zuverlässig, schnell und bequem an ihre Ziele. Um reibungslose Abläufe kümmern sich rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, etwa 2.000 Mitarbeiter*innen.

 

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