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Zu Fuß zur Haltestelle: Warum fußgängerfreundliche Stadtteile für uns wichtig sind

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Geschätzte Lesezeit ca. 2 Minuten

Inhalt dieses Artikels

Egal, für welchen Weg: Unsere Fahrgäste beginnen und beenden in der Regel jede Fahrt zu Fuß. Der Weg zur Haltestelle ist damit ein zentraler Teil der gesamten Mobilitätskette. Genau hier setzt das Projekt „fußgängerfreundliche Stadtteile“ der Stadt Nürnberg an.

Mehr Platz, mehr Sicherheit, mehr Lebensqualität

Das Projekt „fußgängerfreundliche Stadtteile“ geht in die dritte Runde. Damit verfolgt die Stadt ein klares Ziel: Mehr Menschen sollen ihre Wege gerne zu Fuß zurücklegen und sich dabei sicher fühlen. Was heißt das konkret? In den bisherigen Modellgebieten wie Wöhrd, Rennweg oder St. Leonhard/Schweinau identifizierte man gemeinsam mit Bürger*innen Probleme und entwickelte Lösungen. Dazu gehören zum Beispiel:

• bessere Querungsmöglichkeiten an stark befahrenen Straßen
• mehr Platz auf Gehwegen (z. B. durch Neuordnung des Parkens)
• zusätzliche Fußgängerüberwege
• abgesenkte Bordsteine für Barrierefreiheit
• mehr Grün und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum

Das Ziel: sichere, komfortable und attraktive Wege für alle, die zu Fuß unterwegs sind.

Bürgerbeteiligung

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Beteiligung der Bürger*innen. Denn niemand kennt die eigenen Wege besser als die Menschen vor Ort. Bei Stadtteilspaziergängen und über Online-Plattformen konnten und können Hinweise gegeben werden:

• Wo fehlen sichere Querungen?
• Welche Wege sind zu eng oder unübersichtlich?
• Wo fühlt man sich unsicher?

Diese Rückmeldungen fließen direkt in die Planung ein und bilden die Grundlage für konkrete Maßnahmen.

Fußverkehr und ÖPNV gehören zusammen

Wir befürworten das Projekt, denn für uns als Verkehrsunternehmen ist klar: Ein attraktiver Nahverkehr beginnt nicht erst an der Haltestelle. Jede Fahrt mit Bus, Tram oder U-Bahn startet und endet zu Fuß. Wenn Wege zur Haltestelle sicher, barrierefrei und angenehm gestaltet sind, ist auch der Umstieg auf den ÖPNV einfacher und attraktiver.

Gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien mit Kinderwagen oder ältere Fahrgäste machen kleine Verbesserungen einen großen Unterschied.

St Johannis: mitmachen ausdrücklich erwünscht

Als dritter Stadtteil wird St. Johannis hinsichtlich der Fußgängerfreundlichkeit unter die Lupe genommen. Die Onlinebeteiligung findet vom 20. April bis 17. Mai statt. Hier können Sie Herausforderungen, Defizite und Verbesserungsvorschläge aus Sicht der Fußgänger*innen nennen.

Bei der Auftaktveranstaltung am 23. April 2026 um 18.00 Uhr im eckstein, Burgstraße 1-3, kann man ebenfalls Vorschläge einbringen.

Wie geht es weiter?

Der Stadtteilspaziergang, bei dem ausgewählte Rückmeldungen gemeinsam mit Verwaltung und Bürgerverein begangen werden, findet am 24. Juni 2026 statt. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr am Palmplatz. Alle Rückmeldungen werden geprüft, auch wenn nicht alle im Rahmen des Stadtteilspaziergangs begangen werden können. Im Winter 2026/2027 werden die aus den Meldungen und der Prüfung abgeleiteten Maßnahmenvorschläge bei einer Abschlussveranstaltung bekanntgegeben.

Drei einfache Tipps für den Alltag

Und weil jede*r zu einem besseren Miteinander im Straßenraum beitragen kann, hier noch ein paar Tipps für den Alltag:
1. Wege freihalten: Achten Sie darauf, Gehwege nicht zu blockieren – ob mit Fahrrad, E-Scooter oder Kinderwagen.
2. Sichtbeziehungen beachten: Gerade an Kreuzungen helfen freie Sichtachsen allen – zu Fuß, auf dem Rad und im Fahrzeug.
3. Rücksicht nehmen: Ein freundliches Miteinander macht Wege sicherer und angenehmer für alle.

Text: Barbara Lohss
Foto: Anna-Lena Kellermann

Kommentare

2 Kommentare

  1. das Straßenbahnen auf den seiten zu den Haltestellen ranfahren

    Antwort
    • Guten Morgen Dorian, kannst du das etwas genauer erklären? Besten Danke, das Redaktionsteam.

      Antwort

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