VAG investiert in eMobilität

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Wir, die VAG, investieren in eMobilität: Die Modernisierung und der Ausbau unseres Busbetriebshofes im Nürnberger Stadtteil Schweinau ist in vollem Gange. In den nächsten Monaten und Jahren wollen wir ihn Schritt für Schritt fit machen für unsere wachsende eBusflotte. Denn bis Anfang der 2030er Jahre wollen wir unsere gesamte Busflotte auf eAntrieb umstellen. Aber wir brauchen nicht nur mehr Lademöglichkeiten: Auch moderne Räumlichkeiten und Arbeitsplätze für die Kolleg*innen der Werkstatt sowie der Ausbildung, Verwaltung und des Fahrdienstes werden folgen.

Den ersten Schritt zur Modernisierung des Standortes haben wir im September 2021 gemacht: Wir haben unseren eBus-Port in Betrieb genommen, der Abstell- und Lademöglichkeiten für 39 eBusse bietet. Inzwischen sind auch die Restarbeiten überwiegend erledigt.

eMobilität: Umbau der großen Abstellhalle

Bereits gebaut, wenn auch noch nicht in Betrieb ist die 20kV-Trafostation in der Robert-Bosch-Straße, unmittelbar neben der Einfahrt zum Betriebshof. Sie stellt künftig die Versorgung des Betriebshofes mit elektrischer Energie – Mittel- wie Niederspannung – sicher. Die Station erhält eine zweite begrünte Außenhaut mit schalldämmender Wirkung – auch den Nachbarn zuliebe.

Aktuell laufen die Umbauarbeiten an der bestehenden Abstellhalle für Busse. Der Umbau der gesamten Halle erfolgt bis Ende 2023. Mit wachsender eBus-Flotte rüsten wir die Halle abschnittsweise mit der Ladeinfrastruktur aus. Bis zum Sommer dieses Jahres wollen wir die Arbeiten des ersten Bauabschnitts weitgehend abschließen, denn dann kommen weitere eBusse von Mercedes. Die ersten vier der bestellten 46 sind schon da. Ab Ende Mai, wenn wir die nächsten neuen eBusse bekommen, haben wir schon einmal Ladeplätze für zwölf bis 15 eBusse.

Mehr Platz für eBusse

In die Abstellhalle haben wir nach dem Umbau Platz für 171 eBusse, 72 Solo- und 99 Gelenkbusse. Diese werden pro Abschnitt bzw. Spur in drei Hallenabschnitten „sortenrein“ aufgestellt. Das heißt, in einer Spur, in einem Abschnitt stehen entweder Solo- oder Gelenkbusse. Im vierten Abschnitt wird die Ladeinfrastruktur so angeordnet, dass wir dort sowohl Solo- als auch Gelenkbusse abstellen und laden können.

Auf den Längsspuren H1 bis H24 – wir nummerieren sie, damit unsere Fahrer*innen ihren zugeteilten Bus finden –  können wir zukünftig sieben Solobusse oder fünf Gelenkbusse hintereinander abstellen; jeweils ein Bus mehr als bisher. Künftig können wir Busse nämlich auch unter dem neuen zwölf Meter tiefen Vordach parken. Das Vordach vergrößert die bestehende Halle. Die Ladekabel in der Halle werden übrigens von der Decke abgehängt. Zwischen den abgestellten Bussen werden die Fahrer*innen, wie bisher, ausreichend Platz zum Gehen haben. Das Vordach trägt Ladegeräte für jede Abstellspur, wird begrünt und mit Photovoltaikelementen bestückt. Den dort wie auf der 20 kV-Schaltanlage erzeugten Strom verbrauchen wir gleich vor Ort, in der Werkstatt sowie zum Laden unserer eBusse.

Auch das Thema Brandschutz haben wir im Auge. Die Halle wird deshalb brandschutztechnisch optimiert. Sie wird zur offenen Garage und innen mit Brandschutzwänden und -toren ausgerüstet. Die Verbesserung des Brandschutzes wäre auch notwendig, wenn wir weiterhin Diesel- und Erdgasbusse abstellen.

Nachhaltig und kostengünstig

Allein für den Um- und Ausbau der bestehenden Abstellhalle investieren wir über fünf Millionen Euro. Die weitere Nutzung der bestehenden Halle ist definitiv nachhaltig und kostengünstig. Ein Neubau würde uns erheblich teurer kommen. Insgesamt dauert der Um- und Ausbau voraussichtlich bis Ende 2024.

Im Zuge der Flottenumstellung werden übrigens die Diesel- und Erdgastankstelle rückgebaut.

Neubau geplant

Wir haben im vergangenen Jahr ein benachbartes Gewerbegrundstück an der Nopitschstraße erworben. So können wir nun den Standort auch erweitern, was über kurz oder lang dringend notwendig ist. Die Abbrucharbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Hier wollen wir weitere Busstellplätze schaffen und ein Gebäude mit Räumen für eine Reihe von Einheiten unseres Fahrdienstes Bus schaffen. Auch unsere Bus-Fahrschule, eine Kantine und Sozialräumen wollen wir hier unterbringen. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant.

Text: Elisabeth Seitzinger
Visualisierung: VAG – Team Jürgens Architekten  

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Wir über uns

Rote Aveniostraßenbahn fährt durch Nürnberg.Unsere Busse und Bahnen umrunden täglich fast zwei Mal die Welt und bringen rund 600.000 Fahrgäste jeden Tag sicher, zuverlässig, schnell und bequem an ihre Ziele. Um reibungslose Abläufe kümmern sich rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, etwa 2.000 Mitarbeiter*innen.

 

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