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Autofreie Nürnberger Altstadt: Schon 1978 an die Zukunft gedacht

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Inhalt dieses Artikels

Autos, die direkt vor den Geschäften parkten und durch die Einkaufsstraßen fuhren. Die Straßenbahn, die sich vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche und den Weißen Turm ihren Weg bahnte und dazwischen Fußgänger. Dieses historische Bild haben viele Menschen vor Augen, wenn sie an die Nürnberger Altstadt von vor über 50 Jahren denken.

U-Bahn ermöglicht autofreie Innenstadt

Doch ab 1978 wendete sich das Blatt und schon bald war die Altstadt autofrei. Weniger Stress, mehr Ruhe, entspanntes Bummeln und Platz, der ausschließlich den Menschen gehörte. Möglich machte das der Bau der Nürnberger U-Bahn, die 1978 Einzug in die Innenstadt hielt. Mit den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof, Lorenzkirche, Weißer Turm und Plärrer konnte die Innenstadt mit ihren breiten Gassen und vielfältigen Geschäften schnell und bequem erreicht werden. Die Autos und die Straßenbahn wichen, ein neues Einkaufsgefühl entstand. Und schon bald zählte Nürnberg zu einer der ersten und größten Fußgängerzonen Europas.

Zentrum wird zum kulturellen Mittelpunkt

Nicht bei allen stieß die auto- und straßenbahnfreie Innenstadt von Beginn an auf Anklang. Denn gerade die Geschäftsleute waren alles andere als erfreut, so befürchteten sie, dass dadurch die Einkaufenden ausbleiben würden. Doch im Gegenteil: Bei der Bevölkerung kam das neue Konzept sehr gut an. Nach und nach gestaltete die Stadt den Straßenraum um, er wurde schöner und größer. Schon bald war klar: Der neu gewonnene Platz ließ sich hervorragend für kulturelle Veranstaltungen nutzen. Dazu gehört der Nürnberger Trempelmarkt, aber auch die Blaue Nacht oder das Bardentreffen – um nur ein paar Beispiele zu nennen – hatten von nun an viele Möglichkeiten, sich zu entfalten und das kulturelle Leben in der Stadt neu erblühen zu lassen.

An den Pioniergeist von damals anknüpfen

Heute sind die Pioniergedanken von damals bedeutender denn je. Mit Blick auf den Klimawandel sollten wir die Verkehrswende in Nürnberg weiter vorantreiben. Dazu gehört auch eine Umwidmung des städtischen Raumes: Wenn immer weniger Menschen mit dem eigenen Auto in die Innenstadt fahren, schont das unser (Stadt-)Klima und schafft mehr Platz für den Mensch und seine Bedürfnisse. Die Stadt Nürnberg verfolgt diesen Ansatz durchaus. Jüngstes Beispiel: die neue, im Mai 2022 erweiterte Fußgängerzone in der Königstraße. Und die Innenstadt ist mit der U-Bahn bequem zu erreichen. Ergänzt wird sie zudem durch die Buslinien 36 und 46/47 oder durch die Straßenbahn. Ab den Straßenbahn-Haltestellen Hauptbahnhof, Marientor, Wöhrder Wiese, Rathenauplatz, Tiergärtnertor oder Hallertor sind es nur wenige Fußminuten in die Innenstadt.

Autorin: Yvonne Rehbach 
Foto: VAG-Archiv

Yvonne Rehbach

Yvonne Rehbach studierte Ressortjournalismus in Ansbach mit dem Themenschwerpunkt Energie- und Umwelttechnik. Während des Studiums sammelte sie Erfahrungen im Hörfunk, beim Fernsehen, im Tageszeitungs- und Onlinejournalismus. Nach freiberuflicher Tätigkeit im Lokaljournalismus führte sie ihr Weg ab 2013 zur VAG. Dort gestartet als Volontärin, ist sie seit 2015 Pressereferentin. Themenschwerpunkte sind Baustellen, die sie rundum presseseitig betreut. Aber auch zu allen anderen Themen schreibt und produziert sie gerne für die VAG-eigenen Medien. Ihr Motto: Nachhaltige Mobilität leben, clever kombinieren und anderen schmackhaft machen.

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