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„Mission: Sichere Fahrt. Sie halten die U-Bahn am Laufen“, so lautet der Titel eines neuen BR-Films. Wir haben ein Team des Bayerischen Rundfunks, Studio Franken, hinter die Kulissen unserer U-Bahn schauen lassen. Reporterin Julia Demel und Reporter Michael Reiner waren mit uns im Untergrund, im U-Bahn-Tunnel, und in der U-Bahn-Wagenwerkstatt in Nürnberg Langwasser. Sie waren beeindruckt.
Kommen Sie mit und sehen Sie ihren Beitrag „Mission: Sichere Fahrt. Sie halten die U-Bahn am Laufen“. Interessante und seltene Einblick sind es allemal. Klicken Sie hier: Lebensgefahr im Minutentakt: Sie halten die U-Bahn am Laufen | BR24
Für einen sicheren Betrieb: Augen auf im U-Bahn-Tunnel
Die wahren Stars des rund zehn Minuten langen Beitrags sind unsere Mitarbeitenden. Beispielsweise im U-Bahn-Tunnel die Kollegen Roman Bößl und Thomas Frisch. Die beiden Projektingenieure sind für die Prüfung und den Bauwerksunterhalt der U-Bahn zuständig. Das heißt, sie müssen regelmäßig in die U-Bahn-Tunnel und das auch bei laufendem Betrieb. Da heißt es vorsichtig sein, Augen und Ohren auf.
Apropos Augen: Quasi mit Adleraugen suchen sie im Tunnel nach Betonabplatzungen, nach Rissen und Wassereindrang und sonstigen Schäden. Nicht jede schadhafte Stelle muss gleich repariert, aber in jedem Fall dokumentiert und bewertet werden. Sicherheit ist auch bei den Bauwerken das oberste Gebot.
Der Bauwerksunterhalt der U-Bahn-Tunnel und Bahnhöfe kostet pro Jahr übrigens bis zu rund drei Millionen Euro. Große Instandsetzungen kommen noch hinzu.
Insgesamt muss das insgesamt vierköpfige Team die drei U-Bahn-Linien zweimal pro Jahr begehen und kontrollieren. Da kommen einige Kilometer zusammen, denn insgesamt ist das Netz rund 37 Kilometer lang. Aktuell umfasst es zudem 49 U-Bahnhöfe, mit der Verlängerung der U3 im Jahr 2027 sind es dann 51. Alle zehn Jahre erfolgt zudem eine Hauptprüfung durch einen externen Prüfer im Auftrag durch das U-Bahn-Bauamtes der Stadt Nürnberg. Diese ist nämlich Eigentümerin der Anlagen. Auch zehn Brückenbauwerke, eine Stützwand und zwei Parkhäuser (1x PKW, 1x Fahrrad) sowie zehn Unterwerksgebäude der Straßenbahn werden vom Team um Michael Kohl unter die Lupe genommen.
Gleise schleifen für ruhiges und leises Fahren
Bereits im März nutzte das Filmteam des BR die Möglichkeit das Schleifen der U-Bahn-Gleise mit einer großen Fräsmaschine mitzunehmen. Notwendig ist dies, damit die Schienen wieder die optimale Form haben, die Räder optimal aufliegen und die Züge so ruhig und leise darüberfahren. Ein weiterer Vorteil, so Norbert Eckert vom Gleisbau der VAG: „Die Lebensdauer der Räder und Schienen kann so erheblich erhöht werden.“
Der Sicherheit wegen: Die U-Bahn-Züge stets im Fokus
In der U-Bahn-Wagenwerkstatt der VAG kümmern sich rund 170 Mitarbeitende um die insgesamt 81 U-Bahn-Züge, davon 35 Gliederzüge der jüngsten Baureihe G1. Damit sie sicher und zuverlässig unterwegs sind, müssen sie regelmäßig gewartet und instandgesetzt werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei unter anderem den Türen, den Rädern und der Elektronik. Aber auch die Klima- und Heizanlagen der G1-Züge werden in jedem Fall vor der Saison überprüft, wenn notwendig auch außerhalb des Turnus.
Neben der Betriebswerkstatt gibt es in der U-Bahn-Wagenwerkstatt eine Hauptwerkstatt. Die erste für die kleineren Überprüfungen und Reparaturen rund um die Uhr, die zweite für grundlegende Revisionsarbeiten. Die Arbeiten an Fahrzeugen werden koordiniert, damit tagsüber möglichst viele Züge für die Fahrgäste zu Verfügung stehen.
Die Räder müssen rollen
Die Räder unserer U-Bahn-Züge müssen rollen und zwar ruhig, leise und damit auch komfortabel. Damit das so bleibt, werden die Räder jedes U-Bahn-Zuges regelmäßig automatisch vermessen. Passen die Werte nicht mehr, heißt es Räder neu drehen, damit sie wieder rundlaufen. Das ist die Aufgabe der beiden Industriemechaniker für Unterflurdreharbeiten Thomas Winter und Michael Müller. Geplant werden die Revisionsarbeiten von Vorarbeiter Thomas Stellwag.
Ein U-Bahn-Rad hält insgesamt ca. 1,1 Millionen Kilometer, was im Branchenvergleich sehr guter Wert ist, so Stellwag. Nach acht bis zehn Jahren muss es aber erneuert werden.
Türen im Dauereinsatz
Quasi im Minutentakt öffnen und schließen sich die über 1.600 Türen von U- und Straßenbahnen. Damit die Fahrgäste stets sicher ein- und aussteigen können, bedarf es einer engmaschigen Überwachung der Sicherheitseinrichtungen. So werden die Türen regelmäßig auf Herz und Nieren überprüft. Im Film von Thomas Bachmann. Mit mehreren verschieden dicken Prüfkörpern prüft er, ob die Türen die Gegenstände erkennen. Wenn nämlich ein Gegenstand oder eine Person eingeklemmt ist, müssen die Türen einen Spalt weit wieder aufgehen, die Person aus der Tür gehen kann bzw. den Gegenstand entfernen kann.
Übrigens: Richtiges Verhalten beim Ein- und Aussteigen ist wichtig, so die Mitarbeiter der Werkstatt. Ab dem Ertönen des optisch-akustischen Schließsignals ist das Aus- und Einsteigen verboten und zwar sogar laut Personenbeförderungsgesetz. Dies dient dem Schutz der Fahrgäste. Und die Türen bleiben funktionsfähig.
Unnötige Vandalismuskosten
Wirklich ärgerlich sind für das Team der U-Bahn-Wagenwerkstatt Vandalismuskosten. Sie summieren sich auf rund 150.000 Euro pro Jahr alleine für die Sitzbezüge. Sie halten in der Regel acht Jahre. Sind sie zu stark verschmutzt oder aufgeschnitten, so werden sie in der eigenen Sattlerei neu gemacht. Je nachdem reicht der Bezug, manchmal muss aber das gesamte Sitzpolster vom Drei-Mann-Team erneuert werden. Der gelernte Herrenschneider und spätere Sattler Pawel Oldenburger wird dabei von einem ehemaligen Fahrdienstmitarbeiter und einem ehemaligen Fahrzeugmechaniker unterstützt, denen er die notwendigen Fertigkeiten beigebracht hat.
Michael Sust, ihr zuständiger Vorhandwerker, ist stolz auf das Team. „Es ist viel wert, dass wir die eigene Sattlerei behalten haben. Die Kollegen sind mit Herzblut dabei, legen Wert auf eine hohe Verarbeitungsqualität und wir haben immer einen ausreichend großen Vorrat im Regal. Schließlich wollen wir unseren Kund*innen Qualität auch beim Fahrkomfort bieten.“
In den U-Bahnen haben wir 8.100 Sitzelemente. Knapp 7.000 Sitzelemente der Straßenbahnen kommen dazu. Einmal im Monat steht eine Intensivreinigung an, einmal im Jahr eine Grundreinigung, bei der die Sitze richtig eingeschäumt und nicht nur feucht gewischt werden.
Spannende Erfahrung für Mitarbeitende
Für die Kollegen waren die Drehs in jedem Fall spannend. Waren Sie anfangs noch etwas gespannt, was von ihnen erwartet wird, so wirkte es bereits nach den ersten Minuten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Nicht nur Roman Bößl und Thomas Frisch fanden es schön, dass sich der BR für ihre Arbeit im Hintergrund der U-Bahn interessiert.
Wir sagen dem Bayerischen Rundfunk danke fürs Interesse. Gerne.
Neugierig? Lebensgefahr im Minutentakt: Sie halten die U-Bahn am Laufen | BR24
Autoren: Elisabeth Seitzinger
Fotos: Elisabeth Seitzinger

Unsere Busse und Bahnen umrunden täglich fast zwei Mal die Welt und bringen rund 600.000 Fahrgäste jeden Tag sicher, zuverlässig, schnell und bequem an ihre Ziele. Um reibungslose Abläufe kümmern sich rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, etwa 2.300 Mitarbeiter*innen.



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