Der VAG-Blog aus Nürnberg

Bühne frei für Rudi und Ida, Lukas und Lisa

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Geschätzte Lesezeit ca. 3 Minuten

Inhalt dieses Artikels

In einem Klassenzimmer in der Bartholomäusschule im Nürnberger Stadtteil Wöhrd herrscht an diesem Vormittag gespannte Stille. Rund 40 Drittklässler sitzen mit roten Wangen und aufgeregt leuchtenden Augen auf ihren Stühlen, die im hinteren Drittel des Klassenzimmers halbkreisförmig aufgereiht sind. Gespannt warten sie auf das, was gleich kommt.

Und dann ist es so weit: Der große, mit Stoff verkleidete Kasten in der Mitte des Klassenzimmers öffnet seine blauen Vorhänge. Sie gehen langsam nach links und rechts zur Seite, Musik setzt ein, das Bühnenbild ist zu sehen und die erste Handpuppe hüpft hervor. Es ist Rudi, mit frecher Strubbelfrisur und FCN-Shirt, der damit die Puppenbühne der Polizei eröffnet.

Räuberische Erpressung und Vandalismus

Schon kurze Zeit später taucht seine Freundin Ida auf. Schnell wird klar, Rudi und Ida sind zwei freche Schüler, die nichts Gutes im Schilde führen: Klauen, andere Mitschüler ärgern, Vandalismus in einer U-Bahn. So erpressen sie beispielsweise seit einiger Zeit Pausenbrot und sogar Taschengeld von ihrem Mitschüler Lukas. Dieser hat zwar seine beste Freundin Lisa an seiner Seite, doch im ersten Moment scheint es, als wären sie gegen das Gangsterduo machtlos.

Noch Spaß oder schon kriminell?

Nach etwa 15 Minuten ist der erste Teil des Theaterstücks vorbei, der Vorhang geht zu und einer der Handpuppenspieler tritt vor die Klasse. Es ist Polizeihauptmeister Daniel Peter. Er ist seit 16 Jahren Polizist und einer der drei Verantwortlichen für die Puppenbühne. Er sagt zu den Kindern: „Ihr habt am Anfang über Rudis Streiche gelacht. Aber ist es wirklich noch witzig, was er da treibt?“ Das Gemurmel der Schüler verstummt und alle nicken eifrig und sind sich einig: Rudi geht zu weit!

Rudi will in der U-Bahn was Großes anstellen

Das Stück geht weiter und schon heckt Rudi den nächsten üblen Plan aus: Er will in die U-Bahn und dort was richtig Großes anstellen, erzählt er seiner Komplizin Ida. Ein erschrockenes Raunen geht durch die Stuhlreihen, als Rudi den Abgang zur U-Bahn – der detailgetreu ins Bühnenbild eingearbeitet ist – hinunter geht.

Polizei und VAG: ein starkes Team

Wieder schließt sich der Vorhang und Polizeihauptmeister Daniel Peter tritt erneut vor die Schüler, um auch das Geschehen im zweiten Teil mit ihnen noch einmal gemeinsam zu besprechen. Er findet dabei genau das richtige Maß zwischen ermahnendem Tonfall, Rudis Taten unter keinen Umständen nachzumachen, und spielerischem Erklären. Er sagt ihnen: „Wir arbeiten auch mit der VAG eng zusammen, wenn uns die Verkehrsbetriebe brauchen, sind wird da.“

Perfekt abgestimmt: Schulprogramm VAG Mobi-Kids und Polizei-Puppenbühne

Die Puppenbühne der Polizei ist fast jeden Tag im Einsatz. Im Herbst tourt sie zusammen mit uns, der VAG, durch die dritten Klassen im Stadtgebiet. Damit ist das kleine Theater seit vielen Jahren ein wichtiger und fester Bestandteil unseres VAG-Vorschulprogramms Mobi-Kids für Drittklässler. Die Lernbausteine ergänzen sich perfekt: Wir, die VAG, üben mit den Schülern das richtige Verhalten in Bus und Bahn und besprechen mit ihnen unter anderem wie ein gutes Miteinander im ÖPNV geht. Die Puppenbühne baut die Thematik geschickt ins Theaterstück ein.

Besprühtes Fenster und zerschnittenes Sitzpolster

Der Vorhang öffnet sich wieder für die nächste Szene und zu sehen ist im Bühnenbild nun eine U-Bahn von innen, mit Sitzen, Tür und Haltestangen. Jetzt wird klar, was Rudi Großes in der U-Bahn anstellen will: Genüsslich schüttelt er eine Spraydose, um Scheiben und Wände zu besprühen. Außerdem hat er ein Messer dabei, um Sitze aufzuschlitzen. Doch was er nicht weiß, auch Lukas und Lisa sind im gleichen Waggon, beobachten ihn und schaffen es, ohne dass er es bemerkt, über den Notruf in der U-Bahn Hilfe anzufordern. Denn ihnen ist klar, was Rudi macht, ist eine Straftat.

Rudi wird verhaftet

Dann geht alles ganz schnell: Das Schauspiel wechselt von den Handpuppen hinter der Bühne zur weiteren Inszenierung durch die drei Polizisten vor der Bühne. Polizeihauptmeister Jörg Drexel, Polizeioberkommissarin Julia Rossel und Polizeihauptmeister Daniel Peter spielen eindrucksvoll die Verfolgung und anschließende Verhaftung Rudis vor. In Handschellen wird der Bösewicht nach Hause zu seinen Eltern gebracht. Plötzlich ist der freche Rudi ganz kleinlaut und die Kinder wissen: Die wahren Gewinner sind Lukas und Lisa, die geholfen haben, Rudi zu überführen.

Herzblut und Leidenschaft

Die Kinder klatschen und jubeln – das Theaterstück hat den Nerv des jungen Publikums genau getroffen. Doch nicht nur das Thema hat sie überzeugt, es sind vor allem auch die Leidenschaft und das Herzblut mit denen die drei Polizisten die Puppenbühne betreiben.

Alle Informationen rund um die VAG-Mobikids und die Puppenbühne

Wie sich interessierte Schulen zum Schulprogramm anmelden können, gibt es hier zum Nachlesen. Weitere Infos rund um die Puppenbühne gibt es hier. 

Text: Yvonne Rehbach 
Foto: Yvonne Rehbach 

Yvonne Rehbach

Yvonne Rehbach studierte Ressortjournalismus in Ansbach mit dem Themenschwerpunkt Energie- und Umwelttechnik. Während des Studiums sammelte sie Erfahrungen im Hörfunk, beim Fernsehen, im Tageszeitungs- und Onlinejournalismus. Nach freiberuflicher Tätigkeit im Lokaljournalismus führte sie ihr Weg ab 2013 zur VAG. Dort gestartet als Volontärin, ist sie seit 2015 Pressereferentin. Themenschwerpunkte sind Baustellen, die sie rundum presseseitig betreut. Aber auch zu allen anderen Themen schreibt und produziert sie gerne für die VAG-eigenen Medien. Ihr Motto: Nachhaltige Mobilität leben, clever kombinieren und anderen schmackhaft machen.

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