Der VAG-Blog aus Nürnberg

Motor der Stadtentwicklung Nürnberg

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Geschätzte Lesezeit ca. 2 Minuten

Inhalt dieses Artikels

Verkehrsmittel spielen schon immer eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung einer Stadt. Denn Bevölkerungswachstum schafft nicht nur Bedarf an Wohnraum und an Arbeitsplätzen, sondern erzeugt auch Verkehr. Nürnberg ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Zwischen 2010 und 2020 hat sich die Einwohner*innenzahl um rund 15 Prozent auf über 530.000 Menschen erhöht.

„Ohne leistungsfähige Nahverkehrsverbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen und den kulturellen und wirtschaftlichen Zentren ist eine Großstadt nicht existenzfähig“, sagt Nürnbergs Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. „Die U-Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und Motor der Stadtentwicklung.“ Wo sie hinfährt, wächst die Stadt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Stadtteil Langwasser, dessen Bau unmittelbar von der U-Bahn beeinflusst wurde. Sogar ein autofreier Stadtteil ist der guten U-Bahn-Verbindung wegen in den 1970er-Jahren entstanden. Mit dem Baugebiet “P” schrieb Nürnberg Geschichte: Es war der erste autofreie Stadtteil in Deutschland. Das Konzept hat bis heute Bestand.

Standortvorteil U-Bahn

Nicht nur Wohngebiete profitieren von der schnellen, schienengebundenen Verbindung. Auch Unternehmen siedeln sich gerne in der Nähe von U-Bahn-Stationen an. Und an den Erfolgsgeschichten des Nürnberger Flughafens oder der Messe hat die U-Bahn sicherlich ihren Anteil. Schnelle Verbindungen sind ein großes Plus.

Ähnliche Chancen wie damals in Langwasser bieten sich heute beim Baugebiet Tiefes Feld im Südwesten der Stadt. Hier sollen rund 1.200 Wohneinheiten sowie ein Gymnasium, eine Grundschule, Kindertagesstätten und ein großer Landschaftspark entstehen. Wenn nach derzeitigen Planungen im Jahr 2025/2026 die ersten neuen Stadtteil-Bewohner*innen zwischen Main-Donau-Kanal, Südwesttangente und Bahnlinie einziehen, sollen die U-Bahnhöfe Kleinreuth und Gebersdorf die neuen Quartiere mit dem übrigen Stadtgebiet verbinden.

Ausbau ÖPNV, Autoanteil minimieren

Hier bietet sich die große Chance, durch ein effizientes Fuß- und Radwegenetz und der Entwicklung einer Stadt der kurzen Wege den Stellenwert des Automobils zur Erschließung des neuen Stadtteils zu minimieren. Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zahlt sich also in vielerlei Hinsicht aus: Für die Menschen, für die Wirtschaft, für die Beschäftigung und für die Umwelt. „Busse und Bahnen sind ein wesentlicher Garant dafür, dass die Stadt in Richtung Nachhaltigkeit verändert werden kann“, ist der Nürnberger Baureferent überzeugt.

Autorin: Elisabeth Seitzinger
Foto: Siemens Mobility

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